Smart City und Digitale Verwaltung – Wir bringen Lösungen in die Praxis!
Rückblick Merseburger Digitaltage 2026
Merseburg, 1. September 2026 – Rund 700 Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sind am 26. und 27. August 2026 zu den Merseburger Digitaltagen 2026 auf dem Campus der Hochschule Merseburg zusammengekommen. Unter dem Motto „Smart City und Digitale Verwaltung – Wir bringen Lösungen in die Praxis!" standen zwei Tage lang der praxisnahe Austausch über digitale Teilhabe und konkrete Innovationen im Mittelpunkt.
Zum Auftakt gaben hochkarätige Rednerinnen und Redner Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus: Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Heiko Geue, Minister für Finanzen und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. André Göbel, Präsident der Föderalen IT-Kooperation (FITKO),
Bernd Schlömer, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, Alexander Handschuh, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Maria Christina Rost, Landesbeauftragte für den Datenschutz des Landes Sachsen-Anhalt, Holger Lehmann, Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung sowie Robert Bogs, Gewinner des CIO-Innovationswettbewerbs des Landes Sachsen-Anhalt 2026.
„Die Merseburger Digitaltage sind längst eine bundesweite Plattform für mittelständische IT-Unternehmen, auf der sie ihre Dienstleistungen einem breiten Publikum vorstellen können. Gerade der direkte Austausch und der Vergleich vor Ort machen sichtbar, wie viel Wettbewerb und Innovationskraft in dieser Branche stecken", sagte Sirko Scheffler, Geschäftsführer der Merseburger brain-SCC GmbH und Mitorganisator der Veranstaltung. Als wichtiges Signal wertete er die Kooperationsvereinbarung, die das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und der DATABUND e. V. am 30. Juli in Berlin unterzeichnet haben: „Eine Kooperation mit bundesweiter Perspektive schafft Planungssicherheit für Hersteller, Dienstleister, Bund, Länder und Kommunen.
Entscheidend ist nun, dass Basiskomponenten und offene Standards den Anforderungen einer erfolgreichen Verwaltungsdigitalisierung tatsächlich gerecht werden. Gelingen kann das nur in einem gemeinsamen Ökosystem aus BMDS und mittelständischer IT-Wirtschaft. Die Modernisierung von Staat und Verwaltung duldet keinen Aufschub. Sie braucht Tempo, klare Verantwortlichkeiten und verbindliche Ergebnisse.“
Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, betonte: „Die Merseburger Digitaltage haben sich in den vergangenen Jahren als wichtige Plattform für den Austausch zu Digitalisierung, Innovation und Zukunftstechnologien etabliert. Sie bringen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft zusammen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur digitalen Transformation im Sinne unserer Dachstrategie ‚Sachsen-Anhalt Digital 2030‘.“
„Die Digitalisierung von Verwaltung und Kommunen ist ein entscheidender Standortfaktor für unsere Region. Als Veranstaltungspartner bringen wir mit den Merseburger Digitaltagen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Hand zusammen, um Innovationen anzustoßen und digitale Lösungen schneller in die Praxis zu bringen“, sagte Kevin Löber, Geschäftsführer der Merseburger Innovations- und Technologiezentrum GmbH (MITZ).
„Als Hochschule Merseburg sind wir stolz darauf, dass sich die Merseburger Digitaltage regional und überregional zu einem Schrittmacher digitaler Transformation entwickelt haben“, sagte Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Kommissarischer Rektor der Hochschule Merseburg. „Mittlerweile kommt Digitalisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen, in den Unternehmen und Institutionen mit großen Schritten voran – und dennoch sind wir gerade erst am Anfang. Stichwort Künstliche Intelligenz. Auch wenn sie bereits im Jahr 1956 so benannt wurde, werden erst jetzt ihre großen Chancen und Risiken gesellschaftlich breit diskutiert. Die Merseburger Digitaltage werden die Veränderungen auch weiterhin begleiten und gestalten.“
Auch die gastgebende Stadt sieht in der Veranstaltung einen festen Bestandteil des regionalen Digitalisierungsdialogs. „Die Merseburger Digitaltage bringen auch in diesem Jahr zahlreiche Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen. Ich freue mich, dass Merseburg erneut Gastgeberin für diesen wichtigen Austausch ist und die Hochschule Merseburg dafür den passenden Rahmen bietet", sagte Sebastian Müller-Bahr, Oberbürgermeister der Stadt Merseburg. „Besonders schätze ich die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den vielen Partnern, die ihre Erfahrungen und Ideen einbringen. Gerade bei der Digitalisierung ist es wichtig, Wissen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Merseburger Digitaltage bieten hierfür eine gute Plattform – und zugleich die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Verbindungen zu knüpfen." Wie wichtig dieser Austausch für die kommunale Praxis war, unterstrich Hartmut Handschak, Landrat des Saalekreises: „Als Kreisverwaltung arbeiten wir kontinuierlich daran, unseren Bürgerinnen und Bürgern praktikable digitale Verwaltungsanwendungen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig ist es uns ein stetiges Anliegen, interne Arbeitsprozesse effizient zu gestalten. Digitale Lösungen sind dafür ein wichtiger Baustein. Die Merseburger Digitaltage sind für uns die jährliche Gelegenheit, uns mit denjenigen auszutauschen, die diese Anwendungen entwickeln und nutzen.“
Die Stadt Halle (Saale) brachte sich mit einem eigenen Praxisbeitrag ein. „Die Merseburger Digitaltage sind längst Fixpunkt in unserem Terminkalender. Als etablierte Plattform für anwenderorientierte Lösungen hat sie für die Stadt Halle (Saale) einen hohen Stellenwert. Gerade der Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung bietet Räume für neue Ideen und Möglichkeiten; Theorie und Praxis begegnen einander und sorgen für neue Impulse“, sagte Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale). „Ich freue mich, dass wir als Smart-City-Modellkommune mit der Präsentation unseres datengestützten Innenstadt-managements im Digitalen Zwilling einen wichtigen Beitrag für die digitale Entwicklung der kommunalen Familie in der Region und darüber hinaus leisten können.“
Am 26. August fand im Rahmen der Merseburger Digitaltage der erste Anwendertag EfA „Digitale Baugenehmigung" statt. Im Mittelpunkt stand die gleichnamige EfA-Lösung, über deren aktuelle Entwicklungen intensiv diskutiert wurde. Mehrere untere Bauaufsichtsbehörden aus den mitnutzenden Ländern stellten ihre Praxiserfahrungen vor; ergänzend wurden der aktuelle Rollout-Stand und ein Ausblick auf die Weiterentwicklung präsentiert. Vertreterinnen und Vertreter der mitnutzenden Länder geben einen Einblick in die Entwicklung neuer Online-Dienste wie fliegende Bauten, Denkmalschutz, Akteneinsicht und die Eintragung in das Baulastverzeichnis. Zum Abschluss präsentieren die Dienstleister brain-SCC GmbH und BearingPoint GmbH neue Funktionalitäten – etwa BIM, KI, Lagefacette mit Geodaten und NOOTS Anbindung von di.BAStAI.
Der 27. August stand als „Anwendertag" ganz im Zeichen paralleler Sessions. In zahlreichen Impulsvorträgen, Workshops und Best-Practice-Beispielen konnten sich die Teilnehmenden zu unterschiedlichsten digitalen Themen informieren und aktiv einbringen. Die brain-SCC GmbH informierte im Rahmen ihres 18. brain-SCC Anwendertages über Neuerungen im Vorgangsraum, der Plattform für digitale Verwaltungsprozesse.
Ebenfalls erneut auf dem Programm stand die Schkopauer Runde. Bei diesem Format kommen seit mehreren Jahren regelmäßig Kommunen, Landkreise und die Landesregierung von Sachsen-Anhalt zusammen, um Anforderungen an die Verwaltungsdigitalisierung zu formulieren und den praxisnahen Austausch zu fördern. Ziel ist es, die Verwaltung lösungsorientiert, ressourcenschonend und zukunftsfähig zu gestalten.
Mit der Merseburger eID-Erklärung rückte buergerservice.org e. V. während der Merseburger Digitaltage einen zentralen Punkt des Online-Ausweisens in den Fokus und sammelte dafür Unterschriften. Die Resonanz war durchweg positiv. Zahlreiche Teilnehmende aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik setzten ihre Unterschrift unter die Erklärung, darunter auch eine Ministerin und ein Minister. Wer angesprochen wurde, unterschrieb in aller Regel gern. Damit steht die Merseburger eID-Erklärung für ein breit getragenes Signal: Das Online-Ausweisen muss einfacher, verlässlicher und im Verwaltungsalltag selbstverständlich werden.
Zudem werden sich die Partner im Netzwerk SIGUSA. Soziale Innovation und Gemeinwohlorientiertes Unternehmertum in Sachsen-Anhalt, Gründungscampus HoMe, Hoffmann & Partner GmbH und Steiler Berg e.V., gemeinsam mit ihren Angeboten und Leistungen auf den Merseburger Digitaltagen präsentieren. Gründungsinteressierte sowie Gründerinnen und Gründer haben dort die Möglichkeit, ihre Ideen und Projekte vorzustellen. „Die gemeinsame Ausrichtung der Merseburger Digitaltage 2026 bietet eine große Bühne für Gründungsinteressierte sowie Gründerinnen und Gründer: Hier können sie ihre Ideen und Projekte vorstellen.“, so Prof. Dr. Annette Henn, Vertretung der Professur für ABWL, insbesondere Entrepreneurship und Leitung Gründungscampus HoMe.
Die vier Ausstellerforen boten Fachbesucherinnen und Fachbesuchern aus der digitalen Verwaltung eine kompakte, praxisnahe Plattform für Softwarepräsentationen, Branchenaustausch und Wissenstransfer. In 30-minütigen Fachvorträgen stellten die Aussteller innovative IT-Lösungen, aktuelle Entwicklungen und erfolgreiche Anwendungsbeispiele aus der öffentlichen Verwaltung vor. Das kompakte Format lieferte zielgerichtete Informationen und ließ zugleich Raum für Diskussion und Vernetzung. So stärkten die Foren die Entscheidungs- und Umsetzungskompetenz der Teilnehmenden und gaben konkrete Impulse für die digitale Transformation.
Initiatoren der zweitägigen Veranstaltung sind die brain-SCC GmbH, die MITZ GmbH, die Hochschule Merseburg, die Stadt Merseburg, die Stadt Halle (Saale), der Landkreis Saalekreis sowie das Ministerium für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt. Sie schaffen eine zentrale Plattform, um aktuelle Trends zu diskutieren, Best Practices vorzustellen und Netzwerke zu stärken.
Unterstützt wurde die Veranstaltung von Partnern wie buergerservice.org e.V., Cluster IT Mitteldeutschland e.V., DATABUND e.V., Netzwerk SIGUSA. Soziale Innovation und Gemeinwohlorientiertes Unternehmertum in Sachsen-Anhalt, vertreten durch das Vorhaben „Von Ideen zu Impact“ am Gründungscampus HoMe der Hochschule Merseburg, Kommune X.0 e.V. und Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt.
Die Merseburger Digitaltage 2026 setzten ein klares Signal: Durch Zusammenarbeit, praxisnahe Lösungen und innovative Projekte kann die digitale Transformation in Verwaltung und Gesellschaft erfolgreich gestaltet werden.
Die fünften Merseburger Digitaltage werden am 25. und 26. August 2027 stattfinden.











































































































